1995 lagerte die Porzellanfabrik Langenthal die Produktion nach Tschechien aus. Eine Immobilienverwaltung führte bis 2017 eine Zwischennutzungen in den freigewordenen Räumlichkeiten durch. Die Pensionskasse Abendrot unterbreitete 2014 ein Kaufangebot. Der Verein PorziAreal wurde 2016 gegründet.
Durch eine undurchsichtige Vergabe erwarb die Langenthaler Immobilien und Architekten AG «Ducksch Anliker» 2016 das Areal. Seither wird das Areal mit einer hochgegriffenen Entwicklungsstrategie rein gewinnorientiert zwischengenutzt.
Der Verein PorziAreal legte 2019 mit dem Nutzungs- und Sanierungskonzept «So geit’s ou!» eine alternative, nachhaltige Nutzung des Areals vor, welche zukunftsgerichtet auf die Bedürfnisse der Langenthaler:innen eingeht. Es beinhaltet ein Wiederbeleben der alten Bausubstanz, ein sorgsames Umgehen mit den Gebäuden. Eine Arealentwicklung, welche ressourcenschonend der Suffizienz dient. Mit Zielsetzungen, die der Umwelt dienen und soziokulturell einen Zusammenhalt schaffen.
Die engagierten Stadtbewohner:innen setzen sich seit Jahren für einen gesetzeskon- formen und demokratischen Entscheidungsprozess bezüglich der Arealentwicklung ein. Sie fordern von der Gemeindebehörde, Verantwortung und eine zeitgemässe Haltung zu Ökologie und Suffizienz einzunehmen und eine Mitwirkung zuzulassen.
Mit der erweiterten Öffentlichkeitsarbeit fordert der Verein den Dialog und die Transparenz beim Ausarbeiten eines Richtplans, hin zu einer Umzonung des Areals zu einer Mischzone und einer Nutzung, die nicht nur der Gewinnmaximierung dient. Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, dass die Arealentwicklung partizipativ und demokratisch vollzogen wird.
Gesamtkosten Projekt CHF 28’500.–
Gesprochener Betrag CHF 8’000.–
Unterstützt im Jahr 2019


