Umbau des ehemaligen Toilettenhauses zum Mikropol D

2018 befanden sich die Quartiere Rothenburgsort und Hamm-Süd in Hamburg in einem grossen Stadtentwicklungsprozess. Mitten in diesen Veränderungen, bei denen auch das Stadtteilzentrum von Rothenburgsort geschlossen wurde, machte sich eine Gruppe auf, einen neuen Ort zu erschaffen, an dem sich die Bewohner:innen treffen und austauschen können – das ehemalige und ungenutzte Toilettenhaus auf einer Verkehrsinsel sollte zum Mikropol umgebaut werden. Die Kantensprungstiftung unterstützte das Mikropol für die Umbauarbeiten mit € 2’500.

Für den Umbau benötigte die Gruppe finanzielle Mittel. Nachbar:innen und Freund:­ innen der Umgebung und des Projekts bauten gemeinsam den etwa 50m2 grossen Raum um. Es entstand ein offener Raum, der allen Nachbar:innen und Interessierten unentgeltlich zur Verfügung steht. Das Mikropol ist selbstorganisiert.

Das Projekt setzt sich zum Ziel Freiraum zu schaffen für und mit der Quartierbevöl- kerung. Damit trifft es einen Nerv der Förderschwerpunkte der Stiftung. Zudem tut es dies in einem Entwicklungsprozess und setzt sich ein für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung mit Berücksichtigung der Anliegen aller Nachbar:innen. Der Zugang ist äusserst niederschwellig und der Ort mit viel Eigeninitiative errichtet.

Das Angebot von Nachbar:innen wuchs stetig von gemeinsamen Teetrinken, Konzerten, Diskussionsveranstaltungen, Chorproben, eine offene Küche am Mittwoch und vielem mehr. Jede Veranstaltung muss öffentlich und unentgeltlich sein. Zusätzlich etablierte sich ein kuratorisches Team, das ebenfalls öffentliche Veranstaltungen durchführt.

Gesamtkosten Projekt € 44’201.–
Gesprochener Betrag € 2500.–
Unterstützt im Jahr  2018